Samstag, 17. November 2018, 10:49 UTC+1

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Tomb Raider Underworld angespielt

Höllische Atmosphäre
In ihrem neuesten Abenteuer setzt Lara die Suche nach der Wahrheit über das Verschwinden ihrer Mutter fort. Sie beginnt dabei an einer bislang unentdeckten Insel im Mittelmeer. Auf ihrer Yacht führt Lara in einem Videotelefonat ein letztes Gespräch mit ihrem Tech-Team Alister und Zip, in dem wir erfahren, dass ein alter Freund ihres Vaters, ein gewisser Professor Eddington, ihr mitgeteilt hat, dass Lord Croft hier einen Weg nach Avalon vermutete, bevor sie sich mit einem Tauchgerät ausgestattet auf in die Tiefen des Ozeans macht.

Schon beim langen Tauchgang nach unten wird einem klar, wie viel Detailreichtum in Tomb Raider Underworld steckt, welches bei Ankunft am Meeresboden noch deutlicher wird. Verfallene Ruinenteile, versteckt zwischen einer prachtvollen Pflanzenwelt, angereichert mit Luftblasen und Staubwolken. Hier einen klaren Durchblick zu behalten ist gar nicht so einfach. Man weiß überhaupt nicht, wo man mit der Suche beginnen soll. Viele versteckte Felsnischen laden zur Erforschung ein. Einige davon enthalten Schätze, andere wichtige Teile für das Weiterkommen.

Magnethaken gefällig?
Die Atmosphäre im gesamten Spiel ist sehr real. Man hat das Gefühl, sich in einer lebendigen Umgebung zu befinden. Überall ist Bewegung: sich im Wind wiegende Pflanzen, tropfendes Wasser, Staubwolken, wuselnde Spinnen und Fledermäuse. Auch an größeren Gegnern wird einiges aufgefahren. Menschliche Gegner sind Söldner und Wilderer, die aber eine Minderheit ausmachen, überwiegend bekommt man es mit Tieren, wie Haien, Tigern, Riesenspinnen und schwarze Leoparden, den mythischen Nagas oder den Thralls (untote Sklaven) in verschiedensten Ausführungen zu tun. Weiterhin wird die Atmosphäre von einer einmaligen Geräuschkulisse unterstützt. Im Inneren des Unterwassertempels im Mittelmeer wird dieses zum ersten Mal besonders deutlich.

Die Schwierigkeit von Tomb Raider Underworld ist, was Rätsel angeht, höher als man es von Legend und Anniversary gewohnt ist. Die Fallen sind allerdings weniger schlimm als es in Anniversary der Fall war. Frustmomente, wie im Lavaturm, oder in Khamoon kommen in Underworld nicht auf, ohne dass es langweilig wird. Häufig muss man reagieren ohne lange zu überlegen (zum Beispiel bei Adrenalin-Sequenzen, in denen meist ein gekonnter Sprung, das Auswerfen des Magnethakens oder ähnliches gefragt wird - ein Drücken von eingeblendeten Tastenkombinationen gibt es nicht mehr) und wird zu total verrückten Handlungen gezwungen.

Unterm Croft Manor. "Wisst ihr was? Ich warte hier oben."
Eine der wichtigsten Gameplay Neuerungen von Tomb Raider Underworld sind die neuen Möglichkeiten zur Interaktion mit der Umgebung. Der Einsatzbereich des Magnethakens ist erweitert worden; so kann Lara sich jetzt beispielsweise abseilen und Rätsel auf neue Arten lösen. Lasst euch einfach überraschen was in Thailand und Mexiko in dieser Hinsicht auf euch wartet. Das Motorrad wird ebenfalls interaktiv in das Geschehen einbezogen. Anfänglich tut man sich noch etwas schwer, weil man alle drei Meter absteigen möchte, man gewöhnt sich aber schnell daran und wird es bald lieben. Auch die neuen Klettermöglichkeiten bieten eine Vielzahl an neuer Optionen. Sei es der Kampf in luftiger Höhe (keine Angst, man wird selten herunter gestoßen) oder einfach nur der flüssige Wechsel zwischen Balken, Kletterwänden, Schwingstangen, Magnethakengriffpunkten und sich bewegenden Objekten.

Welches Outfit darf es sein, Lady Croft?
Am Anfang eines Abschnitts bekommt man einen Auswahlscreen auf dem man zwischen verschiedenen der Location angepassten Outfits wählen kann. Laras Waffen kommen diesmal aus dem eigenen Arsenal. Sie wird unterwegs keine weiteren Waffen und keine Munition finden, einzig Medipacks (häufig in Form von Heiltrunken) werden ihre Ausrüstung ergänzen. Des weiteren gibt es eine Vielzahl an Secrets zu finden. In fast jedem Level gibt es viele Schätze, die unterschiedlich schwer zu finden sind (manche liegen auf dem Weg, andere scheinen unerreichbar, weitere sieht man gar nicht, wenn man sich nicht genau umsieht). Dazu kommen Reliquien, die relativ gut verborgen sind.

Wenn ihr das Spiel beendet habt, könnt ihr euch über das Menü nochmal auf Schatzsuche begeben. Lara erforscht dann die Gegenden, die sie im Spiel besucht hat, erneut, wobei alles so aufzufinden ist, wie sie es hinterlassen hat. Nicht nur die bereits gefundenen Schätze fehlen, sondern auch Türen sind geöffnet und Rätsel gelöst, solange sie dadurch nicht ein Weiterkommen verhindern. Ihr müsst euch also beispielsweise nicht noch einmal dem Kraken stellen.





Viel Spaß beim Spielen von Tomb Raider Underworld.